Hl. Apollonia

Bildbeschreibung
Jahr: 1887
Ort: Darmstadt
Standort / Besitz: Hessisches Landesmuseum
Verbleib: erhalten
Material: Gips
Maße in cm: H 130/190
Art: Figur
Werkgruppe: P4b Frühwerke, 1880 - 1890
Werkgeschichte: Am 28. 3. 1887 erhielt Busch für eine „Hl. Afra“, für die „ausgezeichnet gelungene Figur die große silberne Medaille“ der Akademie der Bildenden Künste München. Sicher war damit die Figur der hl. Apollonia gemeint. Busch ließ das Tonmodell in Gips gießen, „gelb abtönen“ und im Kunstverein ausstellen. 1891 stellte er die Gipsfigur in der Münchner Jahresausstellung aus. Er schenkte sie dann nach seiner Anfrage 1890/91 dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt für das Hessische Landesmuseum Darmstadt als Dank für das gewährte Stipendium (Transport im April 1892). Dort steht sie, jedoch grau getönt, im Depot und war 1976/77 in der großen Jugendstilausstellung des Museums zu sehen. – Fotoaufnahmen und Lichtdrucke wurden ab 1888/89 u. a. im Albrecht-Dürer-Verein als Geschenk vergeben.- Ein J. Rupprecht zahlte am 18.11.1895 20.- M. für eine "Repr. f. Hl. Apollonia".
Ikonographie / zum Dargestellten: Märtyrerin, + 249 in Alexandria, Ägypten. Apollonia verbrannte auf dem Scheiterhaufen, weil sie sich weigerte, dem Glauben abzuschwören.
Werkbeschreibung: Busch stellt die hl. Apollonia dar, wie auf dem Scheiterhaufen den Tod erwartet. Die junge Frau kniet auf zwei Lagen von gespaltenen Baumstämmen und blickt mit ineinander gelegten Händen bittend nach oben. Dr. Doering schildert diese Figur 1912 als „fürwahr keine Anfängerarbeit mehr, sondern die Schöpfung eines innerlich selbständigen Künstlers“.
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Lichtdrucktafel der Lichtdruckanstalt Deiglmayer u. Fuhrmann, München, 1889; - Doering, O.: Georg Busch. In: CK VIII/6 (1911/12), S. 145; - S. Apollonia inginocchiata sul rogo. In:Arte cristiana II (1914), 225f.; - Hessisches Landesmuseum, Darmstadt, Institut Mathildenhöhe: Ein Dokument deutscher Kunst, Darmstadt 1901-1976. Ausstellung 22. 10. 1976 – 30. 1. 1977- Katalog in 3 Bänden, Apollonia erwähnt in Bd. 1, S. 66 mit Abb. (Ausschnitt), In Bd, 2, Nr. 179, S. 108 ohne Abb. aufgeführt; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 95, Abb. 168.