Kruzifix, Triumphkreuz

Bildbeschreibung
Jahr: 1897
Ort: Eichstätt
Standort / Besitz: St. Walburg, Empore
Verbleib: erhalten
Material: Holz
Maße in cm: Corpus 180 x 170 cm; Längsbalken 285 + 78 cm, Querbalken 225 cm; Suppedaneum 43x41
Werkgruppe: S6a2 Darstellungen von Jesus Christus
Werkgeschichte: Busch schrieb 1943 an die Äbtissin: "Das Kruzifix wurde von mir gemacht, um als Triumphkreuz am Chorbogen von St. Walburg aufgehängt zu werden. als man es aufgezogen hatte, ergab es sich, daß es zu hoch hängen würde. Es wurde wieder heruntergelassen und an der Wand, an der es jetzt hängt, aufgestellt. Nun konnten die Besucher der Kirche eine gute Durchbildung des Kruzifixes sehen und der allgemeine Wunsch war, es an dieser Wand aufzuhängen, so daß man es nahe sehen kann. Seitdem hängt es dort." Äbtissin M. Franziska Kloos berichtete 2011: Das Kruzifix „befand sich gegenüber des Eingangsportals und wurde ab 1918 als Kriegerdenkmal genutzt,“ Wegen eines neuen Kriegerdenkmals befindet es sich seit 1993 auf der Orgelempore.
Auftraggeber: Pfr. Patin; Stifterin Gräfin von Armansperg, die auch die zwei Brückenfiguren für Teublitz-Münchshofen gestiftet hat.
Werkbeschreibung: Die Querarme enden spitz, der Längsarm oben mit einer Einkerbung. Als Kreuzesinschrift sind die Worte „Audite verbum domini J. Christi“ (Hört das Wort des Herrn. Jer. 17,20) zu lesen. Busch bezeichnet es als Triumphkreuz. Christus mit großer Dornenkrone und mit Nimbus blickt den Betrachter an. Die Arme des Gekreuzigten sind ausgebreitet. Die Hände sind nicht von Schmerz zusammengezogen, sie öffnen sich, um Segen zu spenden. Die Füße stehen auf dem Suppedaneum.
Repliken: Die Replik von 1898 war ausgestellt, hing im Atelier (s. Bild 1912). und kam 1918 in ein Kriegerdenkmal auf dem Domfriedhof zu Gurk/Österreich.
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Foto NL: Album II/35; - Popp, J. In: Die Kunst 1 (1900), S. 124; - Gruppe Christl. Kunst im Glaspalast 1899. In: 7. Jahresbericht der DG 51 (7. 1900), S. 12; - Staudhamer, J. In: Der Pionier 4/6 (3. 1912), S. 45 m. Abb.; - Doering, O.: G. Busch (1916), S. 50,Abb. 35; - Der Feuerreiter 15 (1935?), Schlussseite. - Busch,G.: Brief v. 23.IX.43 an die Äbtissin; - Kloos, F., Äbtissin OSB: Brief vom 26. 8. 2005; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 119, Abb. 218, Replik Abb. 1, 219.