Hl. Benedikt

Bildbeschreibung
Jahr: 1898
Ort: Tutzing
Standort / Besitz: Kloster
Verbleib: erhalten
Material: Holz
Maße in cm: H 130
Art: Figur
Werkgruppe: S6d Heilige
Werkgeschichte: Die Schwestern von Ringseis erhielten 1898 von Busch für die Seitenaltäre der Kapelle des von ihnen gestifteten Klösterl in Tutzing zwei Statuen, die des hl. Benedikt und die seiner Zwillingsschwester, der hl. Scholastika. Die beiden Statuen sind ebenso schlicht wie manche Figuren aus dieser Schaffenszeit Buschs. Sie stehen beide ohne ihren ursprünglichen Sockel mit einem Nimbusreif im Refektorium der Missionsbenediktinerinnen in Tutzing. Im Oktober 1897 ist eine "Hl. Scholastika Cabinett und Doppelkabinett" von Photograph Werner in seiner Rechnung vom 9.1.1902 aufgelistet.
Auftraggeber: Schwestern von Ringseis und Priorin der Missionsbenediktinerinnen Tutzing
Ikonographie / zum Dargestellten: Der hl. Benedikt und die hl. Scholastika wurde als Zwillinge beide im Jahre 480 geboren. Der hl. Benedikt lebte erst als Einsiedlermönch in Subjaco öst.ich von Rom. Auf Montecassino arbeitete er die Regel aus, die über ganz Europa bei Benediktinern und verwandten Orden Gültigkeit bekam.
Werkbeschreibung: Der hl. Benedikt zeigt die Regel den Betrachtern. Der ursprüngliche Sockel des Benedikt mit geschnitztem Dornengerank und gespaltenem Kelch ist in Tutzing nicht mehr vorhanden. Der bärtige Mönch mit Kapuze hält ein Buch mit den Regeln vor sich, in dem die Tugenden eines Mönches geschrieben stehen : links: „Armuth/ Keuschheit/ Gehorsam/ Bekehrung/ Beharrlichkeit“, rechts: „Gottesliebe/ Nächstenliebe/ Vorsicht/ Geduld/ Demuth“.
Repliken: Bei der Replik, die erst 1929 der Abtei Metten geschenkt wurde, ist der Sockel noch vorhanden. Dort ist er mit echten Dornen.gestaltet. - In der Abteil St. Bonifaz, München, stand eine weitere Replik aus Stein, welche 1916 der einzigen Bombe zum Opfer fiel.1917 stellte Busch eine andere Figur des hl. Benedikt dort auf.
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Foto NL: Benedikt III/81, Scholastika III/132, VII/322; - Bildchen der DG 1901: farbig 57/5, schwarz-weiß 9/1; - Glaspalastkatalog (1900), S. 135, Nr. 1491 Hl. Benediktus, Holz (die 1929 nach Metten geschenkte Replik); - Ständige Ausstellung der DG 1902; Doering, O.: Georg Busch (1916), S. 62; - Informationen: Sr. Edith Donabauer; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, Abb. 180 (die Replik in Metten).