Beweinung Christi I

Bildbeschreibung
Jahr: 1901
Ort: München-Neuhausen
Standort / Besitz: Privatbesitz
Verbleib: erhalten
Material: Gips , Modell
Maße in cm: 65x48x10
Art: Relief, Modell
Werkgruppe: S7a Grabmäler
Werkgeschichte: Das Modell dieses hochformatigen Motivs der Beweinung Christi ist im Familienbesitz erhalten.Es war geschaffen für das Grabmal des Pfarrers Lederer in Homburg, Alter Friedhof. Seit der Umbettung in das Priestergrab im Neuen Friedhof ist das Grabmal mit dem Bronzerelief verschollen.
Ikonographie / zum Dargestellten: Karl Lederer war Pfarrer in St. Michael in Homburg-Saar.
Werkbeschreibung: In dem oben abgerundeten hochformatigen Relief ist Christus auf dem Boden liegend abgebildet. Maria kniet in der Mitte am Kreuzesstamm und hält ihr Gesicht weinend in einem Tuch verborgen. Links stützt Johannes Jesu Oberkörper und Kopf mit seiner rechten Armbeuge. Maria Magdalena, rechts im Bild, küsst Jesu Hände. Die vier Köpfe bilden mit Jesu Armen ein Rund. Im Hintergrund ist die soeben geschehene Kreuzabnahme flach dargestellt, das Kreuz mit Leiter und langem Tuch. Unter dem Relief stehen die Worte: “Sehet ob ein Schmerz gleich sei dem meinen.“ - Im Vergleich mit der querformatigen Uznacher Beweinungsgruppe von 1909 schreibt Doering: “Dem Lederer´schen möchte ich wegen der größeren Ruhe seiner Linien, wegen der abgerundeteren Komposition und ob des noch tiefer wirkenden Ausdrucks der Personen den Vorzug geben.”
Abgüsse: Es wurden drei Bronzegüsse davon gemacht: 1901 für das Grab Lederer in Homburg-Saar, 1906 für das noch erhaltene Grab Jung in Mainz und 1910 für das Grab Koch in Regensburg.
Quellen/Literatur: Werkkorrespondenz; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, Kunstverlag Josef Fink 2013, S. 81, 117, Abb. 145.