Christus in der Rast

Bildbeschreibung
Jahr: 1906
Ort: Schomburg im Allgäu
Standort / Besitz: Ruhe-Christi-Kapelle
Verbleib: erhalten
Material: Holz
Maße in cm: H 73, Plinthe 7,5x40
Art: Figur
Werkgruppe: S2b Altäre und Altarfiguren
Werkgeschichte: Das Andachtsbild „Chrístus in der Rast“ wünschte sich das DG-Mitglied Prof. Dr. theol. Alois Knöpfler für die von ihm in seiner Heimat gestiftete und neu erbaute Ruhe-Christi-Kapelle. Die kleine Kapelle in Schomburg ist noch original eingerichtet. Sie gehört nun zur Pfarrei Amtzell. In den Fenstern im Chorraum sind links Prof. Knöpfler abgebildet, rechts der damalige Bischof Keppler von Rottenburg / Stuttgart. Die Kapelle steht neben bzw. unterhalb von Prof. Knöpflers damaligem Haus. Dieser stammte aus Schomburg und war Professor für Theologie an der Universität München. Daneben arbeitete er in der DG und GmbH mit. Sein Grab befindet sich neben der Ruhe-Christi-Kapelle.
Auftraggeber: Prof. Dr. theol. Alois Knöpfler aus Schomburg, Univ. Prof. in München, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für christl. Kunst GmbH..
Ikonographie / zum Dargestellten: „Christus in der Rast“ ist ein damals beliebtes Andachtsbild. Jesus rastet auf seinem Weg zum Golgatha. Es ist ein altes Motiv. Stefan Rotthaler schuf es um 1520/30 nach dem Gnadenbild Hans Leinbergers in St. Nikolaus in Landshut.
Werkbeschreibung: Die Jesus-Figur vor einer flachen, oben halbrunden Nische mit dezent aufgemalten Gebäuden Jerusalems bildet den Altaraufsatz. Jesus sitzt auf einem Hocker und ist von seiner rechten Seite zu sehen. Mit seinem linken Arm hält er das große dunkle Holzkreuz, das parallel zur Nische am Boden mit Quer- und Längsbalken aufgestützt ist. Der Querbalken reicht vom Boden vor Jesu Füßen bis über Jesu Haupt, das vor dem dunklen Holz den Blickfang darstellt. Der Dornengekrönte schaut den Betrachter ernst an. Die Farbe seines Gewandes ist beige, sie harmoniert mit dem Dunkelbraun des Mantels, der um seine Hüfte und Beine fällt. Jesu rechte Hand liegt auf seinem Knie. - Die beiden Seitenfiguren. links der hl. Aloisius und rechts der hl. Paulus, stammen nicht von der Hand Buschs.
Entwürfe: Es sind zwei Entwürfe aus Ton im Familienbesitz erhalten, die mögliche Vorarbeiten sind (20x19x8 cm). Bei einem ist das Kreuz dazugefügt, beim anderen noch nicht.
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Fotos NL: Album II/43-44, III/167; - Archiv für christl. Kunst 3 (1909), Abb. S. 26; - Doering, O.: Georg Busch. München, 1916, S. 50; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. S. 73, Abb. 128.