Kreuzigungsgruppe

Bildbeschreibung
Jahr: 1911
Ort: Freising
Standort / Besitz: Friedhof St. Georg 30-1-6
Verbleib: erhalten
Material: Muschelkalk
Maße in cm: 182x115x30 auf 80x132, Fig. H ~112
Art: Relief
Werkgruppe: S7a Grabmäler
Werkgeschichte: An der westlichen Friedhofsmauer des Neuen Teils steht das Grabmal der Schwestern des Erzbischöflichen Klerikal- und Knabenseminars. Auf dem unteren Namensstein stehen die Daten der Oberin Priscilla Lang (1831-1908) auf einer mittigen Bronzetafel, weitere Namen und Daten sind darunter und sind beiderseits in den Stein eingraviert. - Zur Datierung des Grabmals: Karl Busch schrieb auf das Foto des Entwurfs 1910/11. - Rechts neben diesem Grabmal ist auf einer 2004 in Stein gemeißelten Schrifttafel zu lesen, dass 440 Mallersdorfer Schwestern O.S.Fr. von 1860 bis 1998 in Freising tätig waren, neben dem Klerikalseminar auch an weiteren vier Filialen (St. Georg, Heilig-Geist-Spital, Vinzenzpflege, Städtisches Krankenhaus).
Werkbeschreibung: Das Relief einer Kreuzigungsgruppe steht über dem Stein mit den Namen der Schwestern. Ein geschwungenes Blech-Vordach mit Kreuz auf der Spitze überwölbt das Grabmal, dessen Stein oben mit Ziegelbedeckung abschließt, die mittig nach oben gezogen ist und in einem Rund das Christuszeichen trägt. Im Halbrund des obersten Steins steht die Inschrift: "In Deinem Schatten wollen wir leben. Jer. Thr. 4,20" Darunter ist im Schriftband am Kreuz zu lesen: "Jesus Nazarenus Rex Judaeorum". Der Querbalken ist auf zwei seitlichen Säulen gestützt. Der Corpus des verstorbenen Jesus ist mit offenen Händen und mit beiden Füßen auf dem Suppedaneum dargestellt (4-Nagel-Typus). Das Lendentuch endet beiderseits bewegt ausladend. Unter dem Kreuz steht links Maria, die mit verschränkt betenden Händen zu Jesus blickt. Rechts steht Johannes, der die Stirn des gebeugten Kopfes in seine rechte Hand legt und mit seiner Linken am Gewand zerrt zum Zeichen der Trauer. Alle drei Personen sind mit einem Nimbus ausgezeichnet, der von Jesus reicht bis unter seine Schultern.
Repliken: Die Gestaltung von Maria und Johannes ist gleich bei der Kreuzigungsgruppe am Grabmal Mahler in Antdorf 1915 und am Grabmal Gnauck-Kühne in Blankenburg 1917. Der Nimbus aller drei Personen fehlt dort und Jesus am Kreuz ist anders gestaltet.
Entwürfe: Ein Foto des Entwurfs vom Schwesterngrab in Freising ist im Nachlass erhalten.
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Foto NL: Album IV/87; - Doering, O.: Georg Busch. München 1916, S. 46 genannt.