Herkules-Brunnen.

Bildbeschreibung
Jahr: 1908
Ort: Augsburg
Standort / Besitz: St. Stephan, Hof
Verbleib: erhalten
Material: Bronze
Maße in cm: H 73, Sockel 40x45
Art: Plastik und Reliefs
Werkgruppe: P1 Denkmäler und Brunnen
Werkgeschichte: 1908 schuf Georg Busch einen Brunnen für den Hof des Gymnasiums St. Stephan, Augsburg, dessen bronzene Brunnenfigur die des Knaben Herkules ist. Es ist der kleine Herkulesbrunnen im Gegensatz zu dem großen vor dem Rathaus. Nach dem Krieg notierte Dr. Karl Busch, dass mitten auf der Stirn und unter dem linken Auge zwei Einschüsse (Dullen) sichtbar waren. An derselben Wand über dem kleinen Herkulesbrunnen bildet die Steinskulptur des hl. Josef als Erzieher, der zum Jesusknaben an seiner Seite blickt, das Gegenstück. [s.S4a]
Ikonographie / zum Dargestellten: Herkules erwürgte schon als Kind zwei Schlangen, die ihn zu töten gesandt waren. Herkules ist Vorbild der Unerschrockenheit und Tüchtigkeit, der auch mit dem Schwersten fertig wird.
Werkbeschreibung: Busch hat eine Vorliebe für Symbole: Am Sockel stellte er mithilfe von Tiersymbolen das Gegenteil von Herkules-Eigenschaften dar: Faulheit bzw. Trägheit, Dummheit oder Stumpfsinn und die Langsamkeit in Form von Schnecken. Die Inschrift am Sockel lautet: „Es puer inpavidus! Labor improbus omnia vincit. En puer alcides monstra lobore domat.“ [„Sei ein furchtloser Junge! (oder: Lass dich nicht unterkriegen!) Harte Anstrengung überwindet alles. Hier ist der Knabe Herkules, sogar Monster beherrscht er mit seinem Einsatz!“]
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Foto NL: V/110-115; - Salonblatt 8/40 (4. 10. 1913), S. 1377-1379; - Busch, G.: Selbstbiographie. In: Zils, W. (Hg.): Geistiges und kulturelles München in Selbstbiographien. München, 1913, S. 46; - Ercole bambino. In: Arte cristiana II/8 (15. 8. 1914), S. 228; - Häußler F.: Der kleine Herkules von St. Stephan. In: Stephania 84 (15. 12. 2012), S. 168-172 m. Abb.; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S.49, Abb. 62.