Erzbischof Franz Joseph von Stein / Epitaph

Bildbeschreibung
Jahr: 1911
Ort: München-Mitte
Standort / Besitz: Frauenkirche (Dom)
Verbleib: erhalten
Material: Bronze
Maße in cm: 197x100x25
Art: Relief
Werkgruppe: S1 Bischofsdenkmal
Werkgeschichte: Das Epitaph wurde im Krieg beschädigt. Es wurde restauriert und 1994 wieder im Dom angebracht. Standort: 1. Pfeiler im rechten Chorumgang. - Der Bischofsstab des hl. Kilian wurde nach Diebstahl dem vom hl. Korbinian nachgemacht und ergänzt. - Das Modell befindet sich im Depot des Diözesanmuseums Freising. Es hing im Atelier [s. Atelierbild von 1912].
Ikonographie / zum Dargestellten: Franz Joseph von Stein (1832-1909) war 1878 bis 1898 Bischof von Würzburg, danach bis 1909 Erzbischof von München und Freising.
Werkbeschreibung: Das bronzene Epitaph ist rechts vom Chor der Münchner Frauenkirche an einem Pfeiler angebracht. Eine mit einem Halbkreisbogen geschlossene Nische enthält das Bildnis des Erzbischofs in Halbfigur, (vom Beschauer) nach rechts gewandt, die linke Hand den Stab haltend, die Rechte, die frei herausgearbeitet ist, segnend erhoben. Die ungemeine Ähnlichkeit des Antlitzes wird bereits am Modell bemerkt. Brokat und Borten von Pluviale und Mitra sind fein ausgearbeitet. Die eckige Umrahmung ist mit den freistehenden Figuren der Patrone von Würzburg und Freising, St. Kilian und St. Korbinian, geschmückt. Unten sind fränkische Weinreben, oben ist Blattwerk als Verzierung angebracht. Der obere rechteckige Auszug enthält das Wappen des Erzbischofs.
Entwürfe: Zwei Entwürfe sind auf Fotos festgehalten. Auf beiden ist der Bischof frontal zu sehen, ohne und mit Mitra und Bischofsstab.
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Fotos NL: IV/25-26, VII 404, 2 Entwürfe IV/27-28; - DMF: A 31 Modell; - Augsburger Postzeitung 24 (29.1.1911), S. 5 f.; Levering, G. In: Münchner Illustierte Zeitung (12. 2. 1911), S. 105; (ohne Autor): Münchener christliche Bildnerei. In: Allgemeine Rundschau München (3. 12. 1909) und in 8/ 6 (12. 2. 1911), S. 95; Wochenblatt für die kath. Pfarrgemeinden Münchens (12. 1. 1911), S. 53, mit Abb.; Grabmal des Erzbischofs von Stein (Gips). Glaspalast-Katalog 1911, S. 32, Nr. 376: CK VIII/6 (1911/12), S. 157 mit Tafel S. 176 f.; Arte cristiana, II, Nr. 8, (15. 8. 1914), S. 232, Abb. S. 241, Bildunterschrift falsch; Doering, O. In: Das Sonnenland (15. 9. 1914), S. 301 ff.; Ders.: Georg Busch. München 1916, S. 76, Abb. 65; Scheuber, J. In: Der Gral, 10/ 8 (1916), S. 406; Wais, J. In: Über Land und Meer 62/10 (1919), S. 212; Geitner, A. In: Das christliche Grabmal, Mü 1922, S. 42 genannt, S. 78, Abb. 120; Rothes, W.: Georg Busch. In: KdV (1923), S. 22, Abb. 16; Dressler. W. O.: Kunsthandbuch. Berlin 1930 II, S. 143; - Pfister, P., Ramisch, H.: Der Dom zu Unserer Lieben Frau in München. München: Erich Wewel Vlg., 1987, S. 136 (Georg Busch, nicht Karl B.); 3. völlig überarbeitete Neuauflage aus Anlass der 500-Jahr-Feier des Dom-Weihe-Jubiläums. 1994, S. 130; - Ramisch, H., Steiner P. B.: Die Münchner Frauenkirche. Restaurierung und Rückkehr ihrer Bildwerke zum 500. Jahrestag ihrer Weihe am 14. April 1994. In: Diözesanmuseum für christliche Kunst des Erzbistums München und Freising, Bd. 14; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 45, Abb. S. 32.