Pietà

Bildbeschreibung
Jahr: 1913
Ort: Waldfischbach-Burgalben
Standort / Besitz: Maria Rosenberg
Verbleib: erhalten
Material: Holz
Maße in cm: 107x105x58
Art: Figurengruppe
Werkgruppe: S6b2 Darstellungen von Maria
Werkgeschichte: Die Pietà befindet sich im der großen Wallfahrtskirche in Maria Rosenberg am linken Seitenaltar.
Werkbeschreibung: Die Figurengruppe folgt laut Doering 1916 „in ihrem Kompositionsgedanken der seit alters herkömmlichen, nur selten von Bildhauern verlassenen Form. Die sitzende Mutter hält den ausgestreckten Leichnam ihres Sohnes auf dem Schoße. Die Hauptlinien der beiden Figuren durchkreuzen also einander. […] Busch schuf durch die Ausbreitung der Arme Mariä und das hierdurch veranlasste Auseinanderwallen ihres Mantels eine Umrisslinie, welche zugleich den Christuskörper mit einschloss. So sind die beiden Figuren in der Gesamtsilhouette zu einem ruhigen Ganzen verschmolzen.“ Jesu rechter Arm hängt schlaff herab, das Haupt hängt hinten über. Gegen Jesu Leichnam sticht der blaue Mantel der Maria ab. Sie blickt schmerzvoll zum Betrachter. „Alle, die ihr vorübergehet, sehet, ob ein Schmerz gleich dem meinen,“ (KL 1,12) war am Sockel zu lesen.
Repliken: Eine sehr ähnliche Pietà als Relief: Ein Foto von Karl Busch 1944 zeigt ein Relief von diesem Motiv unter einem Dreipassbogen. Möglicherweise wurde es für ein Grabmal gestaltet.
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Foto NL: Album II/119; - Foto EOM: Modell, H 55 cm; - Doering, O.: Georg Busch. München 1916, S. 47, Abb. 23; - Gronover, L.: Pietà. In: Die katholische Welt 40/4 (1928), S. 111; - Großdruck der GmbH; - Postkarte grüngrau, Bruckmann-Druck “Gruß aus Maria Rosenberg”; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 81, Abb. 144.