Verkündigung des Herrn / Tabernakel, Altarkreuz

Bildbeschreibung
Jahr: 1917
Ort: Berlin
Standort / Besitz: Ss. Corpus Christi
Verbleib: erhalten
Material: Metall, Holz
Maße in cm: 42x36x38
Art: Relief
Werkgruppe: S3a Tabernakel, Monstranz, Expositionsthronus
Werkgeschichte: Nachdem 1915 die Kirche Ss Corpus Christi ausgebrannt war, kam auf Vermittlung des DG-Mitglieds Dr. Fäh, Bibliothekar von St. Gallen, Buschs Mariensänger-Altar von 1895 im September 1916 nach Berlin (lt. Brief v. 1.10.1916). Pfarrer Hoheisl hatte darum gebeten, ihn schon bald in die Notkirche stellen zu können. Vermutlich erst zur Aufstellung des Altars in der wiederhergestellten Kirche schuf Busch 1917 einen Tabernakel und ein Altarkreuz.
Auftraggeber: Pfarrer Hoheisl
Werkbeschreibung: Die Tabernakeltür ist mit der Szene der Verkündigung des Herrn gestaltet. Der Engel kommt von links zu Maria. Zwischen beiden liegt die Hl. Schrift aufgeschlagen auf einem kleinen Lesepult. Über beiden ist als Flachrelief in einem Nimbus der Gnadenstuhl dargestellt. Das 30 cm hohe hölzerne Altarkreuz ist ein 4-Nagel-Typus. Das Tuch fällt durch die Beine und rechts bis zu den Füßen. Das Altarkreuz ist eine Replik dessen, das der hl. Aloisius am Betstuhl (1916) umfasst.
Abgüsse: Das Motiv der Tabernakeltür wurde dreimal nachgegossen: 1919 CH Tafers, Vinzentinerinnen, verschollen; 1923 Paderborn, Kirche der Barmherzigen Schwestern, Kirche, kriegszerstört; 1929 Bochum Vinzentinum, ehemalige Waisenhaus-Kapelle, kriegszerstört.
Entwürfe: Ein Gipsentwurf der Tabernakeltür (41 x 37,5 x 4 cm) befindet sich bei Nachkommen Buschs
Quellen/Literatur: Werkkorrespondenz; - DG-Jahresmappe 1894, Tafel: Abb. des Modells; - Festgabe des Vereins f. christl. Kunst in München 1860-1910, München 1910, S. 149; - Mitteilungen von Dr. Christine Goetz; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 57, Abb. 85.