Immaculata

Bildbeschreibung
Jahr: 1918
Ort: Oberndorf am Neckar
Standort / Besitz: St. Michael
Verbleib: erhalten
Material: Holz
Maße in cm: H 132
Art: Figur
Werkgruppe: S6b4 Darstellungen von Maria
Werkgeschichte: Für die Kirche St. Michael in Oberndorf am Neckar hatte sich der Pfarrer eine gute Darstellung der Immaculata gewünscht. Busch schuf für ihn 1918 diese Figur Immaculata mit erhobenen Armen und Blick nach oben. - Die Figur befindet sich im Depot.
Ikonographie / zum Dargestellten: Die Symbole Maria auf der Mondsichel mit Sternenreif kennzeichnen die apokalyptiche Frau in Offb. 12,1.
Werkbeschreibung: Maria erhebt ihre Arme gen Himmel und schaut nach oben. Ein Umhang hängt über ihre fast waagrechten Oberarme und knielang herab. Maria steht auf zwei Engelsköpfen, diese sind zusammen mit der Mondsichel auf einer achteckigen Plinthe. Ein Reif mit sieben Sternen umgibt ihren Kopf, der mit einem Tuch bedeckt ist. Busch beschriftete das Foto wie folgt: „Immaculata, auf Cherubim stehend, dem Irdischen entrückt, im Gebete mit Gott verbunden.“
Repliken: 1.) 1919: Für das Vinzentinum in CH Tafers bei Fribourg kam ein Altar und mehrere Figuren. Nach Auflösung des Vinzentinums 2004 war die Immaculata in Privatbesitz und ist seit 2011 wieder in Tafers, aber in der Kirche St. Martin. 2.) 1920: Für die Servitinnen in MÜnchen, Herzogspitalstraße, erwarb laut Notiz von Georg Busch deren Spiritual drei Figuren von Busch: eine Immaculata, die ebenso wie ein Betendes Mädchen im Krieg zerstört wurde. Ein hl. Aloisius am Betstuhl ist noch vorhanden. 3.) 1936: Die Paulusschwestern auf dem Liebfrauenberg in Bad Bergzabern erwarben 1936 die lange im Atelier gestandene polychromierte Ausführung der Immaculata (H 132 cm) durch die Vermittlung von Stud. Prof. Franz Kaime. Das Kloster wurde 2004 verkauft, die letzten Schwestern zogen 2009 aus. Die Statue ist seit 2004 verschollen. 4.) 1937: Am 1. Januar 1937 schenkte die Pfarrei laut Werkkartei eine Replik der Immaculata an Pfarrer Niggel: „O weltentrückte Immaculata, in deiner innigen Gottverbundenheit erflehe Gnaden, Segen und Wohlergehen unserem verehrten Hochw. Pfarrherrn Georg Niggel, viele tiefgegründete Seelen Erfolge seiner gesamten lieben Pfarrei. München, 1. Januar 1937“. (Dieser bekam bereits eine farbige Kleinplastik vom hl. Georg, die Pfarrei erhielt 1920 den Kriegergedächtnisaltar und 1934 die hölzerne Replik der Figur des Hl. Bruder Konrad von 1931.)
Quellen/Literatur: Werkskorrespondenz; - Werkkartei; - FotosNL: Album III/24-25, VII/305, Entwurf III/47; - Langer, B., OMI: Kein Makel ist an Dir. In: Monatsblätter der Oblaten d. unbefleckten Jungfrau Maria 44/12 (1937), S. 313; - Doering, O.: Neue Kunstwerke. II. Arbeiten von Georg Busch. In CK XVII (1920/21), Beilage S. 12.