Mater-Amabilis-Relief

Bildbeschreibung
Jahr: 1918
Ort: Antdorf b. Penzberg
Standort / Besitz: Grab Ottilie Rudolph
Verbleib: zerstört
Material: Kalkstein weiß
Maße in cm: 70x55x20
Art: Relief
Werkgruppe: S7a Grabmäler
Werkgeschichte: Bereits 1915 ließ er für seine Schwester und Haushälterin Kreszentia Mahler in Antdorf ein Grabmal von Busch errichten. - Das Grab Rudolph ist aufgelassen.- Ein Foto zeigt den Entwurf des gleichen Grabmals für Walburga Rid, wo dies stand, ist nicht bekannt.. - Die Gestaltung des Grabmals mit dem Mater-Amabilis-Relief aus weißem Kalkstein wurde am Grab für Regierungsrat Theobald Fuchs 1920 im Münchner Ostfriedhof Nr. 84-1-14 wiederholt. Familie Guggenthaler konnte das Grabmal 1995 leasen. - Bereits 1901 wurde in der DG-Jahresmappe ein rundes Mater Amabilis-Relief von Busch an einem Grab mal v. Architekt Bachmann veröffentlicht.
Auftraggeber: Pfarrer Mahler für Haushälterin Ottilie Rudolph.
Werkbeschreibung: Laut Foto hatte die Grabstele eine bauchige Form. Auf einem ovalen Relief war das Motiv Mater Amabilis gestaltet. Das Jesuskind schmiegt sich an die Mutter Maria, welche als Halbfigur auf einer Sichel zu sehen ist und ihren Kopf an das auf ihrem rechten Arm sitzenden Kindes lehnt. Das Relief war oben bekrönt mit einem Kreuz auf einem Bogen und saß auf einem gebogenen Schriftfeld mit dem Gebet: „Maria mit dem Kinde lieb uns allen deinen Segen gib.“ - Auf dem Entwurf eines gleichen Grabmals für Walburga Rid steht unter dem Relief: "Maria ..."
Repliken: Die Gestaltung ist in der Replik von 1920 im Ostfriedhof München 84-1-14 erhalten.
Abgüsse: Als ovales Bronzerelief (46 x 38 cm) ist das Motiv noch an mehreren Grabmälern vorhanden: 1925 Bad Tölz 16-2 Grab Niedernhuber, vor 1939 Direktrice vom Max-Josef-Stift, Frl. Pleitner [Buch 2013: Abb. 230, Foto NL: IV/116; Buch 2013: Abb. 230]; Frau Haag konnte 1949 noch von Marie Busch laut Postkarte für ihr Grabmal in München Westfriedhof Feld 62-A-7 ein Relief bekommen. Am Grab Rost 43-17-16 ist das Relief an einem Grabmal erhalten, welches für Kapellmeister Appel 1928 geschaffen worden sein könnte. - Unklar ist der Verbleib der Abgüsse aus Bronze 1927 in Berlin f. Landgerichtsrat Dr. Klupsch und 1930 in Dortmund für das Grab Rempe. – Aufgelöst ist im Münchner Westfriedhof das Grab von Dipl. Ing. Stöfl mit Relief aus Zinkguss 1940. - Als ovales Gipsrelief mit verziertem schmalem Rahmen bot Busch dieses Motiv im Katalog der Vereinigung für christliche Kleinkunst an zum Aufhängen in Wohnungen mit oder ohne polychromer Fassung (47 x 39 cm). Drei sind bei Nachkommen Buschs erhalten. [s. Buch 2013: Abb. 227].
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Foto NL: Album IV/101, IV/97 Entwurf; - CK XVII (1920/21), Beiblatt S. 12; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg: Kunstverlag J. Fink, 2013, S. 122 f., Abb. 227, 230.