Elisabeth Gnauck-Kühne

Bildbeschreibung
Jahr: 1919 /15
Ort: Blankenburg / Harz
Standort / Besitz: St. Josef, Apsis.
Verbleib: zerstört
Material: Bronze
Maße in cm: Dm 37
Art: Relief
Werkgruppe: P2 Porträts
Werkgeschichte: Das von Busch geschaffene runde Bronzeporträt wurde in der Zeit der DDR entwendet. Das Grabmal mit einer Kreuzigungsgruppe wurde von Ing. Klaus Breitkopf 1984 vor Abtransport gerettet und 1995 außen an der Kirchenapsis aufgestellt mit neuem Porträtrelief. [vgl. S7a].
Ikonographie / zum Dargestellten: Elisabeth Gnauck-Kühne (2.1.1850 -12.4.1917) setzte sich für die Rechte der Frauen ein. “Die soziale Lage der Frau“ war ein epochemachender Vortrag 1895 auf dem 6. Evangelisch-Sozialen Kongress in Erfurt, in dem sie das Recht der Frauen auf Arbeit, Bildung und Selbstorganisation forderte. 1900 konvertierte sie zum Katholizismus. Ab 1903 hatte sie enge Kontakte zum Katholischen Frauenbund, der sie als seine "Programmatikerin" verstand. 1904 veröffentlichte sie ihr Hauptwerk: "Die deutsche Frau um die Jahrhundertwende". Sie plädierte für das Drei-Phasen-Modell mit Erwerbsleben vor und nach einer Mutterzeit und forderte die Berufsausbildung für Mädchen.
Werkbeschreibung: Das Aussehen von Buschs Original ist nicht bekannt.
Quellen/Literatur: Werkkorrespondenz; - Lehrbuch über “Das soziale Gemeinschaftsleben im Deutschen Reich” (Erstausgabe 1917); - Prégardier, E. und Böhm, I. (Hg.): Elisabeth Gnauck-Kühne (1850 – 1917), S. 10 f., Annweiler 1997; - Fabricius, B./ Hansen, U.: Wir stehen auf ihren Schultern. In: Prégardier/Böhm (Hg.): Elisabeth Gnauck-Kühne, Annweiler, 1997; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 119, Abb. 217; - Sobel, A.: Die vergessene Frau, die für die Frauen kämpfte. In: Christ in der Gegenwart, Herder Freiburg Nr. 15/2017, S. 167.