Hochaltar, Josef- und Marienaltar

Bildbeschreibung
Jahr: 1928 /29
Ort: Bochum
Standort / Besitz: St.Josef-Hospital, Kapelle
Verbleib: erhalten
Material: Holz, Linde
Maße in cm: Figuren H: Hochaltar 224/220, Seitenaltäre ~260
Art: Figuren, Reliefs
Werkgruppe: S2a Altäre und Altarfiguren
Werkgeschichte: Das St.Josef-Hospital mitsamt Kapelle wurde 1927 erbaut. Am 2. Nov 1927 gaben Rektor Böhmer und Pfr. Dobbelstein aufgrund des Beschlusses der Kapellenkommission den Auftrag an Busch für drei Altäre, Kosten 20.200.- RM. In dem hohen KIrchenraum mit Altarraum stellte Busch 1928 am rechten Seitenaltar die Figur des hl. Josef mit dem Jesusknaben auf, zu Lichtmess 1929 am linken die Figur der "Schutzmantelmodonna" und zu Ostern 1929 den Hochaltar. Die Figuren der Seitenaltäre standen auf Marmorsockeln vor blauen abgestuften Retabeln. Diese sind schon lange entfernt. 2012 wurde der Hintergrund wieder farbig gestaltet, indem ein rotes Band von oben an die Wand gemalt wurde. - In der Weihnachtszeit wird seit 1931 unter der "Schutzmantelmadonna" auf dem Altartisch eine große Weihnachtskrippe von Georg Busch aufgebaut. 1928 gab es einen Entwurf für eine Herz-Jesu-Statue rechts neben der "Schutzmantelmadonna" in der eingebuchteten Ecke der Kapelle, dieser wurde nicht ausgeführt. 1930 organisierte Busch den Druck von drei Postkarten im Auftrag von Rektor Böhmer: eine Gesamtaufnahme der drei Altäre und je eine vom hl. Josef und der Schutzmatelmadonna.
Auftraggeber: Barmherzige Schwestern
Werkbeschreibung: Der Hochaltar hat einen schlichten rotbraunen Marmorunterbau im Stil der Zeit. Darüber steht vor einem Retabel Christus als Erhöhter mit Dornenkrone am Kreuz. Christi Haupt ist umgeben von einem Nimbus und Engelsköpfen. Maria erhebt ihre Hände zu Christus, als wolle sie die Nöte der Kranken zu ihm bringen, Johannes erhebt sie anbetend zu ihm. Auf dem Kreuzsockel steht geschrieben: „Er hat mich geliebt und sich für mich dahingegeben. Gal. 2,20“ Darunter, über Tabernakel und Aussetzungsnische ist in einem Relief das Lamm auf dem Buch mit den sieben Siegeln dargestellt. (Offb. 5,1-14) - Am rechten Seitenaltar steht die Figurengruppe des hl. Josef mit dem Jesusknaben, dem der Jesusknabe eine Schriftrolle mit hebräischer Schrift zeigt. Auf dem Sockel steht: „Hl. Josef, Vorbild der Erziehung, bitte für uns!“ - Am linken Seitenaltar breitet die "Schutzmantelmadonna" ihren Mantel weit aus für hilfsbedürftige Menschen. „Unter deinen Schutz fliehen wir o heilige Gottesgebärerin“, steht darunter.
Repliken: Busch lehnte eine Replik der "Schutzmantelmadonna" ab. Ein Pfarrer aus Schlesien sah sie und wollte eine Replik bestellen. Georg Busch antwortete: „Diese Madonna habe ich für das Josef-Hospital gemacht, für seine Kranken und für die guten Schwestern. […] Sie passt an ihren Platz, erfüllt ihren Zweck für Kranke und für Schwestern. Bei Ihnen, hochverehrter Herr Pfarrer, liegt wohl ein anderer Zweck vor: Jugend, Eltern, Lehrer – ein anderer schöner Gedanke.”
Quellen/Literatur: Werkkorrespondenz; - Werkkartei; - Fotos NL: Album I/112-127, VI/1-2, VII/121; - Foto vom EOM: Entwurf Marienaltar 7-4; - Farbpostkarten von allen drei Altären, Privatdruck nach eigenen Uvachrom-Aufnahmen; - Doering, O.: Das neue Altarwerk im St. Josephs-Hospital. In: Westfälische Volkszeitung Nr. 301 (28.12. 1928, S. 3 m. Abb. und Nr. 43 (20.1.1929), S. 3 sowie 1. Beilage Nr. 77 (3. 4. 1929), S. 5; - Bochumer Schutzmantelmadonna. In: Monatsblätter der Oblaten d. Unbefleckten Jungfrau Maria 46 / 8 (8/1929) S. 205; - Primiz-Bildchen 1933; Metten 143; - Die Katholische Welt 46 (8/1934), Abb. S. 278 u. 283; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 55,73-75, 216.