Maria Hilf

Bildbeschreibung
Jahr: 1893
Ort: Tutzing
Standort / Besitz: Maria-Hilf- (Ringseis-) Kapelle
Verbleib: erhalten
Material: Holz
Maße in cm: H 150 inkl.Wolken
Art: Figur
Werkgruppe: S6b3 Darstellungen von Maria
Werkgeschichte: Die Schwestern von Ringseis stifteten und gründeten 1887 nach Korrespondenz mit Don Bosco (1883) auf ihrem Tutzinger Anwesen ein „Klösterl“ für die Missions-Benediktinerinnen St. Ottilien. Ab 1890 erweiterten sie es unter anderem um eine Maria-Hilf-Kapelle, die erst 1893 fertig wurde. Busch schuf die Statue Maria HIlf für den Hochaltar laut Zahlungen 1892/93 und lieferte sie im August 1893.
Auftraggeber: Emilie von Ringseis (1831-1895), Dichterin
Werkbeschreibung: Die Muttergottes hält hoheitsvoll ein aufrecht auf ihrer rechten Hand stehendes Jesuskind dem Beschauer entgegen. Ein Reif in Form einer Mandorla umgab die gesamte Figurengruppe. Dieser war schon 1957 durch eine Aureole von Strahlen ersetzt. Das Gewand ist von einem Mantel umgeben, dessen Ende von links schwungvoll zur Mitte hin endet. Auf der kolorierten Postkarte sind das Tuch um Jesus, Marias Schal und die Wolkenkonsole weiß, Marias Gewand sanft rosa, der Mantel auch außen in dunklerem Blaugrau. Bereits 1957 waren das Tuch von Jesus wie auch die Wolkenkonsole silbern, Marias Gewand sanft rot und ihr Mantel innen blaugrau, außen golden. Die Konsole besteht aus einer Wolke, die von einem Engelkopf gehalten wird.
Repliken: 1926: Maria-Hilf-Statue für Brühl bei Köln. Laut Werkkorrespondenz wurde diese Replik von Bildhauer Rudolph ausgeführt.
Abgüsse: In den 1890er Jahren kaufte „Dir. B. aus Neuötting für 50,- Mk. eine kleine M.H.“. Möglicherweise war eine kleinere Maria-Hilf-Statue aus Gips gemeint.
Quellen/Literatur: Einnahmen-/Ausgabenbuch 1889-1898; - Werkkartei; - Fotos NL: Album III/2-3, VII/301, 302; - Postkarten der Ges. f. chr. Kunst GmbH: schwarz-weiß Nr. 78, Serie VII; Postkarte der GmbH Nr. (20)58, Serie VI farbig koloriert; - Bildchen der GmbH: schwarz-weiß Nr. 2, farbig Nr. 2a / Nr. 50 Serie 1a/5; - Trauerbildchen GmbH: Nr. 501; - Postkarte Nr. 17 der Missions-Benediktinerinnen Tutzing; - Doering, O.: Georg Busch. München, 1916, S. 56; - Bachem, M. Irmengard, OSB: Mutter M. Birgitta Kerff, OSB, die erste Generaloberin der Missionsbenediktinerinnen von Tutzing. Salesianervlg. München 1938, S. 75, S. 258 Anm. 28; - Wehrmeister P. C., OSB: für Heidenkind 12 (1899). Das Sonderblatt wird im Mai 1900 beigelegt; - Doppeltlichtdruck 22,5 x 32,5 cm: Verlagsverz. Ges.f.chr.K. 1905, S. 38; - Informationen von Sr. Edith Donabauer; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 120, Abb. 221.