Sel. Bruder Konrad

Bildbeschreibung
Jahr: 1931
Ort: Hanau-Steinheim
Standort / Besitz: Privatbesitz
Verbleib: erhalten
Material: Gips
Maße in cm: 99x90x40
Art: Figur, Modell
Werkgruppe: S6d Heilige
Werkgeschichte: Nachdem Bruder Konrad von Parzham am 15.6.1930 selig gesprochen worden war, bekam Busch den Auftrag, für die Gnadenkapelle als Pendant zur Silberfigur des "Silberprinzen" (später Kurfürst Max III) von Wilhelm de Groff (1737 oder laut Busch 1742) eine Figur des Bruder Konrad zu schaffen. 60 kg. Silber wurden dafür bereitgestellt als Rest des Opfersilbers für den Schrein in der St. Konrad-Kirche. Im Oktober 1931 schuf Busch das Modell, im Dezember wurde die Figur gegossen und aufgestellt. Im Biref an Probst Steimann von der Gaukirche Paderborn vom 3.10.1931 schrieb Busch: "Diese Arbeit ist sehr ehrenvoll, weil sie zunächst der Mutter Gottes in Altötting zu stehen kommt, weil sie einem erstklassigen Kunstwerk gegenüber stehen soll und weil sie von vielen Tausenden jährlich besichtigt wird, auf die sie den rechten religiösen Eindruck machen soll. Ich habe mich also mit meiner Arbeit diesem Platze würdig zu erweisen. Das verlangt volle Hingabe an sie. In etwa 3-4 Wochen hoffe ich mit dem Modell fertig zu sein." Das Modell war im Familienbesitz und kam 2012 nach der G.Busch-Gedächtnis-Ausstellung in Benediktbeuern zur Bildhauerfamilie-Busch-Platz-Stiftung nach Hanau-Steinheim.
Ikonographie / zum Dargestellten: Johannes Birnsteiner aus Parzham bei (Bad) Griesbach (1818- 1894) war als Bruder Konrad vierzig Jahre lang Pförtner des Kapuzinerklosters in Altötting. Täglich wohnte er der Hl. Messe in der Gnadenkapelle bei.
Werkbeschreibung: Bruder Konrad kniet und betet inständig mit verschränkt gefalteten Händen. Der Rosenkranz hängt an seinem Zingulum. Auf dem niedrigen Sockel steht geschrieben: "Das Kreuz ist mein Buch." Das Modell hat kleine Schadstellen, insbes. am Sockel.
Repliken: Eine Replik aus Eichenholz entstand 1935 im Auftrag von Pfr. Niggl für Buschs Pfarrkirche München-Neuhausen Herz-Jesu (damals Maria Himmelfahrt). Diese blieb durch Auslagerung ins Atelier im Krieg verschont, verbrannte aber mit der Kirche 1994.
Quellen/Literatur: Werkkorrespondenz; - Werkkartei; - Foto NL: III/253-262; - Postkarte Vlg. M. Busch, München; - Busch, G.: Brief an Probst Steimann vom 3.10.1931; - Münchner Künstler arbeitet für Altötting. In: Münchner Zeitung (4. 1. 1932); - Busch, K.: Die Figur des seligen Bruder Konrad in der Altöttinger Gnadenkapelle. In: Sonntagsblatt f. d. Katholische Familie 58/7 (17. 2. 1932), S. 5f. m. Bildbeilage; - Eine Bruder Konrad Statue in der Gnadenkapelle. In: Bayer. Kurier (6. 1. 1932); Struth, H. In: Feuereiter 10/20 (14. 5. 1934), Die Katholische Welt 46/8 (1934), S. 232 m. Abb.; - Bayer. Kurier 78/255 (12. 9. 1934), S. 10 m. Abb.; - Münchner Tagblatt 59/123 (3. 5. 1935), S. 4; - Der Katholik 10 (7. 3. 1937), S. 7; Bauer, R.: Bayerische Wallfahrt Altötting (1998), S. 27; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 88, Abb. 2 u. 158; - Bischöfliches Seelsorgeamt Passau (Hrsg.): Wie Gott will. Passau 2014, S. 1-2; - Busch-Hofer, R.: Ein Kunstwerk für die Ewigkeit. Passauer Bistumsblatt Nr 32/33, 10.8.2014, S. 19 mit Abb., - ders. Artikel in der Homepage des Bistums Passau zum Bruder-Konrad-Jahr 2014.