Hl. Johannes Bosco, Don Bosco

Bildbeschreibung
Jahr: 1943
Ort: Köln-Braunsfeld
Standort / Besitz: St. Josef
Verbleib: erhalten
Material: Holz
Maße in cm: 150x60x50, figürlicher Sockel 32x60x48
Werkgruppe: S6d Heilige
Werkgeschichte: Hans Struth (1893-1972, Herausgeber der Zeitschrift "Feuerreiter"), stiftete mit seiner Frau eine Statue des 1934 heiliggesprochenen Johannes Bosco für seine Köln-Braunsfelder Pfarrei St. Josef. 1940 entwarf Busch die Statue und die Sockelgestaltung, [vgl. die Werkskorrespondenz, zu lesen in der Monografie von 2013.] 1942 und 1943 arbeitete er daran. Wegen der Kölner Bombengefahr blieb sie erst im Atelier, dann evakuiert bei Vilshofen. Die Kirche St. Josef fiel 1944 in Trümmer, 1954 wurde die neue, von Rudolf Schwarz modern errichtete Kirche eingeweiht. Wann die Figur nach Köln kam, ist unklar. Im Don Bosco Kalender ist sie abgebildet mit der Bemerkung "für die Hauskapelle in Haus Altenberg", wohl ein Vorhaben. Die Figur stand lange in der Krypta der neuen Kirche, die als Jugendraum, danach als Abstellraum diente. Dr. Wolff setzte sich ab 2005 dafür ein, dass sie heraufkommt in die Kirche. Im Januar 2014 wurde sie restauriert und stand am 19.1.2014 zum Gottesdienst mit dem Salesianer Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga von Honduras in der St. Elisabethkirche in Bonn. Sie kam dann im Eingangsbereich der Kirche einen guten Platz. Im Jahr 2015 wurde sie an die Salesianer in Bonn ausgeliehen. Das 75 cm hohe restaurierte Modell von Don Bosco steht seit 1998 im Kloster der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern auf dem figürllchem Sockel.
Auftraggeber: Pfarrer Caspers, Stifter: Hans Struth mit Frau
Ikonographie / zum Dargestellten: Don Bosco (1815-1888) kümmerte sich um Jugendliche von Turins Straßen. Er ermöglichte ihnen eine Berufsausbildung. 1859 gründete er die Kongregation der Salesianer Don Boscos. 1934 wurde er heiliggesprochen.
Werkbeschreibung: Don Bosco in Soutane mit freundlich lächelndem, gütigem Blick hält in seiner linken herabhängenden Hand ein Buch. Einladend weist die rechte Hand nach vorn. Die Statue ist 1,50 m hoch. Auf dem figürlich gestalteten Sockel (32 cm hoch) sind im vorderen Relief (41 x 22 cm) und in vier Eckfigürchen Arbeiten (mit Schaufel, mit Buch) und Freizeittätigkeiten (mit Laute, mit Cricketschläger) seiner Schützlinge dargestellt. In den beiden seitlichen Reliefs (28 x 23 cm) sieht man Don Bosco als Priester die Kommunion reichen und Don Bosco mit Maria, Hilfe der Christen, mit dem Jesuskind, das ihn segnet. Die Sockelleisten sind rot, die Reliefs leicht weiß lasiert.
Quellen/Literatur: Werkkorrespondenz; - Werkkartei; - Fotos von Karl Busch; - Busch, K.: Das letzte Werk meines Vaters. In: Salesianische Nachrichten (1946), S. 2; - Jansen Cron, H.: Don Bosco der große Freund der Jugend. In: Der Feuerreiter 1.1949, Verlag Struth Köln; - Abb. im Don Bosco Kalender 1958, S. 37; - Busch-Hofer, R.: Ein Salesianischer Mitarbeiter von 1892 im Kloster Benediktbeuern. In: Salesianische Mitarbeiter Don Boscos unterwegs, Dt. Provinz der SMDB 7/3 (2012), S. 32-34; ; - Informationen: Dr. Gottfried Wolff, Fotos 2011 von Walther Helfen; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg 2013, S.124-128, Abb. 132-135.