Harfenengel

Bildbeschreibung
Jahr: 1899 /94
Ort: Dresden
Standort / Besitz: Königin Carola v. Sachsen
Verbleib: ungeklärt
Material: Holz
Maße in cm: 81x38
Art: Figur
Werkgruppe: P3 Genre, Kinderszenen
Werkgeschichte: Im Dezember 1894 wurde Modellgeld für den "Harfenengel" bezahlt. 1894 war das Holzfigürchen erstmals ausgestellt. Ein Abguss ist mit 1894 signiert. Ebenfalls 1894 entstand "Ad Astra", ein Knabenkopf, den Busch auch für den Harfenengel verwendete. Der harfenspielende Knabe aus getöntem Holz wurde wiederholt in Ausstellungen gezeigt.1899 sah Königin Carola von Sachsen die Figur in der Internationalen Ausstellung in Dresden und erwarb die Figur.
Ikonographie / zum Dargestellten: Ad Astra: „Per asperge ad astra“ bedeutet: Durch das Rauhe, Widerwärtige zu den Sternen, durch das Dunkel zum Licht. Die Worte stammen von Seneca.
Werkbeschreibung: Die Figur "Harfenengel" hat keine Flügel. Ein etwa achtjähriges Kind spielt auf den Fersen sitzend eine Schoßharfe, welche auf seinem linken Knie aufgestützt ist. Der Kopf des Harfenspielers ist dem Ad Astra–Kopf von 1893/94 sehr ähnlich. Ganz in die Musik versunken schaut der Harfenspieler wie „Ad Astra“ nach oben und lauscht den Tönen nach, die er der Harfe entlockt. Braune Locken umrahmen sein Gesicht.
Repliken: Eine Replik bestellte 1901 Frau Hedwig Ruß für ihren Mann bei Prag. Weitere Repliken sind möglich.
Abgüsse: Siebenmal wurde der Harfenengel für 30.- M. verkauft, davon fünfmal vom Bayerischen Kunstgewerbeverein. Zweimal ist die Figur ocker getönt beschädigt in München noch vorhanden.
Entwürfe: Vorarbeit: 1893/94: „Ad Astra“. [s. P6a] Der Kopf eines Knaben steht auf einem schwarzen Sockel mit Jugendstilornament. Er blickt nach oben. Braune Locken umrahmen sein Gesicht. (Foto NL: Album V/104-105)
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Foto NL: V/115, V/163; - Postkarte schwarz-weiß: Verlag der Ges. f. christl. Kunst Ausstellung u. Verkaufsstelle G.m.b.H., München, Nr. 5; - Ständige Ausstellung für christliche Kunst; - Bericht der 8. Generalversammlung der DG in Münster (31. 7.-2. 8. 1900), S. 42; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 90, Abb. 166.