Die Muttergottes zu Besuch bei den Kindern des Studienrats Böhmer

Bildbeschreibung
Jahr: 1934
Ort: Essen
Standort / Besitz: Privatbesitz
Verbleib: verschollen
Material: Holz
Maße in cm: 36x43x19
Art: Figurengruppe
Werkgruppe: S6b4 Darstellungen von Maria
Werkgeschichte: Böhmer, ein Studienrat für Kunsterziehung, wollte seinen Kindern eine Erinnerung an ihre Kindheit schenken, ein Werk von Georg Busch. Er schickte Busch als Idee eine farbige Skizze seiner drei kleinen Kinder zu Füßen der Himmelskönigin. Georg Busch ließ entgegen dem Vorschlag des Auftraggebers die Muttergottes an der Wiege knien, so dass sie das Jesuskind auf gleicher Höhe seinen drei (nach Fotos) porträtierten Kindern zeigen konnte. An der Wiege sind die Buchstaben ABTR zu lesen. Das originale Werk war aus Holz und farblos lasiert. - Das Gipsmodell ist in zwei Teilen im Familienbesitz erhalten.
Auftraggeber: Studienrat Böhmer
Werkbeschreibung: Zu Weihnachten kam das kleine Werk mit folgendem Brief von Georg Busch an: „Hochverehrter Herr Studienrat! Nun kommt das Christkindlein in die Familie zu Besuch. Wenn Sie glaubten, Maria werde stehend als Königin einen repräsentablen Besuch machen, so war das ein Irrtum. Das würde eine hl. Maria nicht fertig bringen, wenn sie liebe gute Kindlein vor sich sieht, da muss sie sich schon zu ihnen hinneigen und ihnen ihre Liebe und Freude zeigen, indem sie ihr Kindlein zum Segnen veranlasst und ihren Schutzmantel über die Kindlein ausbreitet, die über den Besuch natürlich herzliche Freude haben. Das ist wohl Ihre Absicht gewesen. Wenn ich‘s aber nicht getroffen haben sollte, dann schicken Sie das Grüppchen nur wieder zurück. Vielleicht findet es doch Gnade und kann gnadespendend zur Wirkung kommen. Sie haben das verpflichtende Wort gesprochen, Sie wollen einen echten Busch haben. Das habe ich Ihnen mit dieser Arbeit geboten mit Seele, Herz und Hand und zwar ohne beträchtliche Kosten, ...“ Die Muttergottes kniet rechts von der Wiege und zeigt den Kindern das Jesuskind. Die drei kleinen Kinder blicken von links zur Muttergottes und Jesus.
Quellen/Literatur: Werkkorrespondenz, - Werkkartei.