Canisius-Denkmal, Entwürfe

Bildbeschreibung
Jahr: 1925
Ort: (für Nymwegen)
Verbleib: erhalten
Material: Gips, Ton
Maße in cm: Sockel H ~25
Art: Sockel, Denkmal
Werkgruppe: P1 Denkmäler und Brunnen
Werkgeschichte: Für das Canisius-Denkmal in Nymwegen war ein privater Wettbewerb ausgeschrieben. Busch wurde gefragt, daran teilzunehmen, weil er das Augsburger Canisius-Denkmal geschaffen hatte. Er schuf drei verschiedene Entwürfe, wovon zwei abgebildet sind. Zwei verschiedenartige Sockel mit Reliefs von Canisius´ Tätigkeiten auf je drei Seiten sind im Familienbesitz erhalten. Außerdem ist im Nachlass ein Foto des Entwurfs einer Canisius-Statue auf einem Sockel erhalten, die möglicherweise als Alternative für die Statue auf dem Denkmal galt. Sie ist in der Haltung wie der hl. Canisius am Denkmal im Augsburger Dom 1897, doch später geschaffen und hier mit Schärpe.
Auftraggeber: privater Wettbewerb
Ikonographie / zum Dargestellten: Petrus Canisius SJ, geb. 1521 in Nymwegen, gest. 1597 in Fribourg/Schweiz, stud. phil. und theol. in Köln, als Jesuit 1546 zum Priester geweiht, war 1547-49 Konzilsberater in Trient und Mitarbeiter des hl. Ignatius, lehrte ab 1549 Theologie in Ingolstadt, war Hofprediger in Wien ab 1552, stand der oberdeutschen SJ-Provinz vor, war päpstlicher Nuntius, 1559 bis 1566 Domprediger in Augsburg, lehrte in Straßburg, München, Dillingen, reformierte das Schulwesen, verfasste einen Katechismus, den lange und weit verbreiteten "Canisi", war 1571-1577 Hofprediger Kaiser Ferdinands II., gründete eine Reihe von Jesuiten-Kollegien und bekämpfte den Kalvinismus in der Schweiz.
Werkbeschreibung: Bei jedem der drei Entwürfe steht der hl. Canisus auf einem Sockel. Mit seiner erhobenen Rechten segnet er vermutlich, dadurch fällt sein Mantel über dem Habit weit. In seiner Linken hält er beim 1. Entwurf (V/58) ein Kreuz, beim 2. und 3. sein Buch. Beim 1. Entwurf steht die dunkle Statue auf einem figürlich gestalteten barockisierenden Teil, dessen Sockel sich mit zwei kleineren seitlichen Sockeln mit je einer Figurengruppe verbindet. Links ist Canisius gegenüber einer Gruppe von Schülern dargestellt, rechts spricht er mit zwei sitzenden Personen. Beim 2. und 3. Entwurf (V/59, 60) sind die Szenen als Reliefs auf je drei Seiten eines höheren Sockels dargestellt. Diese beiden Sockel sind bei Nachkommen Buschs noch vorhanden. Der Denkmal-Entwurf war hier umgeben mit einem Kranz von vier bzw. acht Poller für einen Eisenstab, der die zwei bzw. drei Stufen um das Denkmal umgab. - Beim Foto der Statue hält Petrus Canisius wie in Augsburg mit beiden Händen das Kreuz vor sich, nicht in die Höhe. Hier trägt er eine Schärpe über dem Habit wie bei den Gesamtentwürfen.
Quellen/Literatur: Fotos NL: Album V/58-60.