Madonna

Bildbeschreibung
Jahr: 1899
Ort: Grundsheim
Standort / Besitz: St. Martinus
Verbleib: erhalten
Material: Holz
Maße in cm: 105 x 33, Plinthe H 5 cm
Art: Figur
Werkgruppe: S6b3 Darstellungen von Maria
Werkgeschichte: Pfarrer Bodenmiller sah 1898 in seiner Heimat Deuchelried „herrliche Kunstwerke“, die Statue „Meditation des hl. Antonius“ und das Relief „Aloisius empfängt die erste Hl. Kommunion von Carl Borromäus“. Er bat Busch um eine Himmelskönigin oder Muttergottes für den Marienaltar der sonst schönen barocken Kirche in Grundsheim. Er ließ den Tabernakel ändern, auf den die Figur vor ein barockes Altarbild der Kreuzabnahme gestellt werden sollte. (Heute steht die Figur mittig direkt auf der Mensa.) Am 30.4.1899 wurde die Statue eingeweiht. Am 1. Mai schrieb der Pfarrer: „Hocherfreut über die wirklich künstlerische Ausführung der Madonna sprechen die Unterzeichneten Ihnen anmit ihren wärmsten Dank und die vollste Anerkennung aus. Es hätte uns sehr gefreut, Sie gestern in unserer Mitte begrüßen und ob Ihres Künstlertalentes beglückwünschen zu können.“
Auftraggeber: Pfarrer Bodenmiller
Werkbeschreibung: Das Jesuskind sitzt auf Marias linkem Arm und hält eine Weltkugel. Mit seiner rechten Hand segnet es. Maria zieht mit ihrer Rechten das am Saum mit Rosenmotiven verzierte blaue Obergewand vorne etwas hoch, sodass das Untergewand sichtbar wird. Die Figur ist neu gefasst worden, das Untergewand ist rosa, Jesu Gewand golden. Das Untergewand war meist rot oder weiß, das Gewand von Jesus war immer weiß. Die Engelköpfe am achteckigen Sockel waren ursprünglich vermutlich nicht golden bemalt. Die Krone der Madonna von Grundsheim ist gleich derjenigen vom Canisius-Altar im Dom zu Augsburg. Replik: ?/1899: Es existiert ein Foto von Karl Busch (III/10) von der gleichen Madonna wie der in Grundsheim, jedoch mit großem Reif und einer anderen Krone. Wo sich dieses Werk befindet, ist unklar.
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Foto NL: III/10 mit Reif und anderer Krone.