Patrona Bavariae / Seitenaltar

Bildbeschreibung
Jahr: 1940 /42
Ort: Ammersricht (Amberg-)
Standort / Besitz: St. Konrad-Kirche
Verbleib: erhalten
Material: Holz
Maße in cm: Patrona-Modell 115x50x33
Art: Figur
Werkgruppe: S2a Altäre und Altarfiguren
Werkgeschichte: Am Kirchweihfest 1940 wurde der Marienaltar am rechten Seitenaltar eingeweiht. - Seit 1963 wird die Kirche als Seitenkapelle für die angebaute große moderne Kirche genutzt. Nur der Tabernakel des Hochaltars und die Patrona Bavariae des rechten Seitenaltars wurden in die neue Kirche übernommen. Das Modell der Patrona Bavariae ist im Familienbesitz erhalten.
Auftraggeber: Der Stifter Alphons Rasel, Vetter von Ehefrau Marie Busch
Ikonographie / zum Dargestellten: Patrona Bavariae, die Schutzherrin Bayerns in den Farben weiß und blau gestaltet. Die apokalyptische Frau mit Sternenreif, Mondsichel und Schlange. (s. Offb 12,1)- Symbol für Friede ist der Ölzweig. Symbol für Eucharistie sind Trauben und Ähren.- Der Erzengel Michael besiegt Luzifer, der hier in menschlicher Gestalt dargestellt ist.
Werkbeschreibung: Am rechten Seitenaltar der Bruder-Konrad-Kirche stand in einer Wandnische die Patrona Bavariae, die Schutzfrau Bayerns mit weißem Gewand und blauem Schutzmantel – entsprechend der Farben der bayerischen Heimat. In der Hand trug sie einen Friedenszweig, der im Kriegsjahr 1940 zum Frieden mahnte. Der Mond zu Füßen von Maria und eine rechts davon sichtbare kleine Schlange deuten auf die apokalyptische Frau hin. Ihr Haupt war von einem Reif mit zwölf Sternen umgeben. Das gekrönte Christuskind auf ihrem rechten Arm hält die Symbole der Eucharistie, Trauben und Ähren, in der Hand. -- Die 1963 in die neue Kirche übernommene Patrona Bavariae wurde in anderen Farben neu gefasst mit goldenem Gewand und blaurotem Mantel. Das Kind trägt noch ein weißes Gewand.
Repliken: Eine Replik von der Patrona Bavariae stiftete Alfons Rasel an einem Fronleichnamsaltar in Schnaittenbach. Familie Rasel vermachte den Altar an Familie Gräßmann, die ihn an Fronleichnam weiterhin aufstellt.
Entwürfe: 2 Entwürfe aus Ton, das Modell für den Michaelaltar und die Figuren beider Seitenaltäre im Atelier sind in Fotos festgehalten.
Quellen/Literatur: Werkkorrespondenz; - Werkkartei; Foto NL: Album VI/39-42 Patrona B., VI/43-45, D201 Michael; - Marienaltar. In: Regensburger Bistumsblatt (1. 12. 1940), S. 5; - Erwähnung der Farbe: In: „Marienkinder in Amberg“ (Dez. 1940) S. 2; - Omasmeier, F. X.: Jahresbericht des Vereins der Marienkinder in Amberg (12. 1940); - Werkkorrespondenz zur Don-Bosco-Statue.