Hl. Antonius "Meditation"

Bildbeschreibung
Jahr: 1895
Ort: A Wien
Standort / Besitz: Künstlerhaus
Verbleib: verschollen
Material: Holz
Maße in cm: H 110/120
Art: Figur
Werkgruppe: S6d Heilige
Werkgeschichte: Kaiserin Elisabeth von Österreich erwarb unter anderem während ihres Aufenthaltes in München am Fronleichnamstag, dem 13. Juni 1895, im Glaspalast die Figur des Hl. Antonius. (s. Reiser, R.: Kaiserin Elisabeth. München 2009/2., S. 103). - Sie stellte sie als Dauerleihgabe dem Künstlerhaus in Wien zur Verfügung. Dort ist die Figur nicht registriert. Die Replik von Deuchelried bei Wangen, St. Petrus, war 2013 in der Ausstellung in Benediktbeuern (Foto).
Ikonographie / zum Dargestellten: Der Franziskanermönch Antonius von Padua (um 1195-1231), Lehrer der Theologie in Bologna und Volksprediger, wurde 1232 heiliggesprochen und 1946 zum Kirchenlehrer ernannt.
Werkbeschreibung: "Meditation" nannte Busch die Figur des meditierenden hl. Antonius, die er als Modell aus Gips 1894 erstmals ausstellte. Im Stil des Realismus gestaltete Busch den Meditierenden mit Kapuze, der mit geschlossenen Augen ganz in Betrachtung versunken ist. Die Unterarme sind unter dem halblangen Umhang übereinander gelegt, der ebenso wie das Gewand schlicht fällt. Auf dem Sockel war in Relief-Form abgebildet, wie dem hl. Antonius das Jesuskind erscheint. Diesen hat Kaiserin Elisabeth nicht dazu erworben.
Repliken: 1. 1895 von Prinzregent Luitpold seiner Schwester Adelgunde, der Herzogin von Modena, in Nymphenburg geschenkt. - 2. 1895 von Prälat Dr. A. Franz in A Gmunden erworben. - 3. 1895 vom Kunstgewerbeverein für eine Verlosung 4. von Pfarrer Lupberger 1897 für Deuchelried St. Petrus erworben. - 5. im Jahr 1909 in der Ausstellung der Gesellschaft für christl. Kunst bestellt.
Abgüsse: Drei Gipsabgüsse wurden verkauft.
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Foto NL: III /160; - Reiser, R.: Kaiserin Elisabeth. München: Stiebner, 2007, 2009, S. 103; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg 2013, S. 38, Abb. 40.