Hl. Antoinus "Meditation"

Bildbeschreibung
Jahr: 1895
Ort: A Gmunden
Standort / Besitz: Prälat Dr. A. Franz
Verbleib: verschollen
Material: Gips und Holz
Maße in cm: 120x42x39
Werkgruppe: S6d Heilige
Werkgeschichte: Prälat Dr. Adolph Franz (1893-1907 in A Gmunden) erwarb 1895 die "Meditation" des hl. Antonius mit dem figürlichen Sockel als Gipsabguss und aus Holz geschnitzt. Er bat Busch, ein Pendant zu schaffen. 1896 erhielt Dr. Franz die stehende Figur "Caritas", eine Nonne, welche zwei Kleinkinder auf ihren Armen hält, auch mit figürlichem Sockel. - Dr. Franz zahlte im Dez. 1895 außerdem 180.-M. für einen Jesusknaben (vermutlich Holz) und 40.- M. für einen "Haussegen".
Ikonographie / zum Dargestellten: Der Franziskanermönch Antonius von Padua (um 1195-1231), Lehrer der Theologie in Bologna und Volksprediger, wurde 1232 heiliggesprochen und 1946 zum Kirchenlehrer ernannt.
Werkbeschreibung: "Meditation" nannte Busch die Figur des meditierenden hl. Antonius, die er als Modell aus Gips 1894 erstmals ausstellte. Im Stil des Realismus gestaltete Busch den Meditierenden mit Kapuze, der mit geschlossenen Augen ganz in Betrachtung versunken ist. Die Arme sind unter dem halblangen Umhang verborgen, der ebenso wie das Gewand fällt schlicht fällt. - Auf dem Sockel war in Reliefform abgebildet, wie dem hl. Antonius das Jesuskind erscheint.
Repliken: Repliken der 1895 von Kaiserin Elisabeth erworbenen Figur: 1. 1895 von Prinzregent Luitpold seiner Schwester Adelgunde, der Herzogin von Modena, in Nymphenburg geschenkt. - 2. 1895 von Prälat Dr. A. Franz in A Gmunden erworben. - 3. von Pfarrer Lupberger 1897 für Deuchelried St. Petrus erworben. - 4. im Jahr 1909 in der Ausstellung der Gesellschaft für christl. Kunst bestellt.
Abgüsse: Drei Gipsabgüsse wurden verkauft.
Quellen/Literatur: Werkkorrespondenz; - Werkkartei; - Einnahmen-/Ausgabenbuch 1889-1898; - Foto NL: III /160; - - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg 2013, S. 38, Abb. 40.