Tilly

Bildbeschreibung
Jahr: 1903
Ort: (für Altötting-Wallfahrt)
Standort / Besitz: MC München
Verbleib: ungeklärt
Material: Alabastergips
Maße in cm: H 100 u. 55 cm
Art: Halbfigur u.Statuette
Werkgruppe: P2 Porträts
Werkgeschichte: Für die Männerwallfahrt der Münchner Marianischen Kongregation am 15.-16.August 1903 schuf Busch eine Tilly-Halbfigur. Diese wurde bei der Wallfahrt zwischen Buben, Männern und Vereinsfahnen fotografiert. – Eine dunkel gefasste Statuette eines Feldherrn in voller Rüstung, als Modell ausgeführt, war bis 1998 im Busch-Haus. Vermutlich war diese ein erster Vorschlag von Busch. – Die Figuren waren nur für diesen Anlass geschaffen worden, daher vermutlich aus Gips. - Die Tilly-Büste (ist Halbfigur) soll im Altöttinger Franziskushaus aufgestellt worden sein, vermutlich nur im August 1903. Diese Tillystatuette ist vermutlich kein Werk von Busch, sondern erworben als Vorbild für die Halbfigur. Ein Beweis dafür ist eine abgezeichnete Kopie von Busch derselben in seinem Skizzenbuch von 1903 - hier mit Helm.
Auftraggeber: Münchner MC für die Männerwallfahrt 15.-16. 8. 1903.
Ikonographie / zum Dargestellten: Tilly Johann, (1559-1632), kaiserlicher Feldherr im 30-jährigen Krieg.
Werkbeschreibung: Die Halbfigur zeigt den barhäuptigen Tilly in Oberkörperrüstung mit Schulterstücken ohne Arme. Diese steht auf vier Löwenköpfen auf einer quadratischen Plinthe. Tilly trägt einen Schnurr- und Spitzbart, der Kragen reicht bis an die Wangen. – Die 55 cm hohe, dunkel gefasste Statuette aus Gips war wohl ein erster Vorschlag. Sie zeigt den Feldherrn mit Schärpe über der vollen Rüstung seiner Zeit. Tilly steht in Lederstiefeln auf seinem rechten Standbein, das Spielbein ragt über die Plinthe seitlich hinaus. Er trägt ebenfalls einen Schnurr- und Spitzbart. Sein Gesicht ist vom Helm umgeben, auf dem drei Straußenfedern befestigt sind.
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Fotos NL: Album V/1-2, VII/501-502 (Foto Jos. Elsner München); - Foto EOM: Gips-Statuette.