Hl. Martin

Bildbeschreibung
Jahr: 1906
Ort: Böttingen
Standort / Besitz: St. Martin
Verbleib: erhalten
Material: Laaser Marmor
Maße in cm: H 140, Plinthe 10x100x45
Art: Figurengruppe
Werkgruppe: S6d Heilige
Werkgeschichte: Je eine Figurengruppe aus „karrarischem Marmor“, wie Pfr. Katzenstein laut Staudhamer den vermutlichen Laaser Marmor bezeichnete, schuf Busch für die Seitenaltäre in der Pfarrkirche von Böttingen. Es handelt sich jedoch wohl um Laaser Marmor, der damals oft verwendet wurde. Im Herbst 1906 bat Pfr. Katzenstein Busch um einen Taufstein. Busch schickte mehrere Entwürfe, doch das Geld fehlte. (Korrespondenz bis 1909)
Auftraggeber: Pfr. Katzenstein
Ikonographie / zum Dargestellten: Der hl. Martin, geb. 316/17 im heutigen Ungarn, starb 397 als Bischof von Tours. Da er mit einem Bettler den Mantel geteilt haben soll, wird er als solcher dargestellt.
Werkbeschreibung: Für den rechten schuf er einen hl. Martin in Rüstung auf dem Pferd, der einem knienden Bettler einen Mantelteil hinunterreicht, und für den linken eine Pietà [s. S6b2]. Beide Figurengruppen standen auf je einem achteckigen Sockel aus farbigem, grau gestreiftem Marmor auf dem Altartisch. Die hellen Marmorfiguren wurden durch dunkle Wandbehänge hervorgehoben, die 1934 entfernt wurden. 1962 kam die Martinsgruppe aus der Kirche in den überdachten Kirchenaufgang. „Eine trefflich gedachte Komposition, […] durch großen Zug ausgezeichnet“, beurteilt Doering 1916 diese Gruppe.
Quellen/Literatur: Werkkorrespondenz; - Werkkartei; - Fotos NL: Album III/121-124, VII/317-319; - Staudhamer, S.: Zu unseren Bildern. In: Die christl. Kunst III/10 (1906/07), Beiblatt S. VII. - Schuster, H.-J. und Speck, E.: Böttingen. Geschichte und Gegenwart. Hg. Gemeinde Böttingen, 2002, S. 147 u. 184; - Informationen: Dora Villing, Fotos 2011 Bernhard Kaupp; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg, 2013, S. 88, Abb. 59.