Hl. Nepomuk Johannes

Bildbeschreibung
Jahr: 1915
Ort: Dresden
Verbleib: ungeklärt
Material: Holz
Maße in cm: Fig. 100x40x25
Art: Figur und Sockel
Werkgruppe: S6d Heilige
Werkgeschichte: Die Figur ist verschollen, vermutlich ab 1938 in Freiburg i.Br. nach dem Tod von Prinz Johann Georg von Sachsen versteigert.
Auftraggeber: Prinz Johann Georg von Sachsen
Werkbeschreibung: Die Statuette zeigt den hl. Johannes Nepomuk ähnlich wie die Brückenfigur von 1903 in Teublitz-Münchshofen. In dieser 2. Fassung drückt Johannes Nepomuk mit gesenktem Haupt mit beiden Händen das Kreuz an seine Brust als Zeichen für seine Treue zum Leiden Christi. Nepomuk trägt das priesterliche Barett und Chorgewand. Die Schnitzerei geht in die Einzelheiten der Spitzen. Die Färbung ist in so zurückhaltender Weise erfolgt, dass trotzdem das Holz seine natürliche Schönheit fast durchweg zur Geltung bringt. Doering sah die Statue auf der Säule: „Die Statuette steht auf einer dunklen hölzernen Säule; ihr Kapitell lädt breit aus und bildet eine auf drei Bögen ruhende Brücke. Zur Andeutung der Legende dient der über dem Wasser schwebende goldene Heiligenschein mit fünf Sternen.“ – Kreitmaier interpretiert: „eigenartig aufgefasst mit gesenktem Haupt und auf der Brust gekreuzten Händen, wodurch das Festhalten des Geheimnisses treffend versinnbildlicht ist“.
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Foto NL: Album III/125-126; - Foto vom EOM: Modell, H 60 cm; - Doering, O.: Werke von G. Busch aus den letzten Jahren. In: CK XII/9 (1915/16), Beilage S. 29; - Kreitmaier, J. In: CK XVIII/5-6 (1921/22), S. 78; - Beer, G. Stadt Teublitz (Hrsg.): 800 Jahre Bennendorf / Münchshofen. Stadt Teublitz 2013, S. 127.