Hl. Wendelin / Tumba-Platte

Bildbeschreibung
Jahr: 1924
Ort: St. Wendel
Standort / Besitz: St.Wendelin
Verbleib: erhalten
Material: Bronze
Maße in cm: 38x216x89
Art: Deckplatte
Werkgruppe: S6d Heilige
Werkgeschichte: Die hochgotische Tumba barg die Gebeine des hl. Wendelin und diente von 1896 bis 1924 als Altarmensa. Dann kam sie mit den Gebeinen wieder zurück in den Chorraum. Die Tumba brauchte eine bronzene Deckplatte. 1980 wurden die Gebeine in ein Hochgrab hinter dem Altar umgebettet. Seitdem handelt es sich um einen Kenotaph, der mit der Deckplatte bedeckt ist. Den Bronzeguss führte Erzgießer Siegfried Braun, München, aus.
Auftraggeber: Pfarrer Heibges
Ikonographie / zum Dargestellten: Der fränkischen Einsiedler Wendelin aus dem 6. Jahrhundert war ein Schafhirte.
Werkbeschreibung: Buschs Bronzeplatte ist verwandt mit Grabplatten der Gotik. Sie zeigt den Heiligen schlafend, neben ihm der Hirtenstab. Der Kopf liegt auf dem zusammengerollten Mantel, fünf Schafe stehen und liegen darum. Auf der Unterseite der Fußstütze ist der hl. Wendelin als Schäfer in einem Relief abgebildet. Auf der schrägen Fläche seitlich und am Fußende ist die Inschrift angebracht.
Abgüsse: Ein kleinerer signierter Bronzeabguss der Grabplatte ohne Fußstütze, daher liegen die Füße anders, schuf Busch 1924 als Geschenk der Pfarrei zum silbernen Priesterjubiläum von Pfr. Heibges. Die Inschrift auf der Schräge lautet: „Ihrem H. H. Pfarrer M. Heibges zum 25-jähr. Priesterjubiläum. Die dankbare Pfarrgemeinde St. Wendel“. Das Modell (15 x 62 x 27 cm) ist in München-Neuhausen noch vorhanden.
Quellen/Literatur: Werkkorrespondenz; - Werkkartei; - Foto NL: III/134-137, VII/323; - Staudhamer S.: Neue religiöse Werke - Georg Busch. In: CK XX (1923/24), S. 46; - Feuerreiter (1934), Abb. 52; - Informationen von Hans Werner Luther, Pfarramt; - Busch-Hofer, R.: Bildhauer Georg Busch. Lindenberg 2013, S. 89, Abb. 162, 163.