Mater-Amabilis-Statue III

Bildbeschreibung
Jahr: 1936 /13
Ort: Viernheim
Standort / Besitz: östlich der Apostelkirche
Verbleib: erhalten
Material: Treuchtlinger Marmor
Maße in cm: 110x38x29, Plinthe 14,5
Art: Figur
Werkgruppe: S6b3 Darstellungen von Maria
Werkgeschichte: Margarete Ehatt bestellte 1936 bei Busch die Statue für die Ecknische außen an ihrem Gutshof neben dem alten Rathaus in Viernheim eine Madonna, die Replik der Mater Amabilis von 1913 für Prinz Johann Georg von Sachsen. Dr. Winkler von Neulußheim vermittelte den Auftrag. Der Bildhauer-Kollege Johann Sertl führte die Stein-Replik aus unter Aufsicht und nach Buschs Modell von 1913. Dass die Figur aus dem härteren Treuchtlinger Marmor gefertigt wurde und nicht wie geplant aus dem weicheren Offenstetter Kalkstein, beruht auf falscher Steinlieferung. Es ist keine Signatur zu finden. Mitarbeiter war Bildhauer Joahnn Sertl.- Für den Bau des neuen Rathauses wurde 1967/68 der Ehatt´sche Gutshof und das alte Rathaus abgerissen. Die Madonna steht seit 1969 auf einer kleinen Säule östlich neben der Apostel-Kirche. Ehepaar Haas ließ sich 1970 eine ähnliche Kopie davon anfertigen, sie hatte sich für den Erwerb des Originals beworben. - Das Modell der Mater Amabilis von 1913 befindet sich im Depot des Diözesanmuseums Freising.
Auftraggeber: Margarethe Ehatt, Besitzerin des Hauses.
Ikonographie / zum Dargestellten: Mater Amabilis wird die Madonna bezeichnet, welche (ohne Krone) das Jesuskind liebevoll auf dem Arm hat. - Busch schuf 1894, 1902 und 1913 verschiedenartige Ausführungen von "Mater Amabilis", 1928 wurde die Figur von 1913 nur am Kopftuch geändert.
Werkbeschreibung: Die beiden Gesichter von Maria und dem Jesuskind sind aneinandergelehnt und blicken den Betrachter an. Das KInd sitzt auf dem linken Arm von Maria, die das Kind mit ihrer Rechten am Körper stützt. Das Kopftuch von Maria ist über dem Ohr geknotet. Ein Umhang über Schultern und Arme endet über der Hüfte und vorne in einem Zipfel. Marias langes Untergewand fällt schlicht herab.. Die achteckige Plinthe ist mit Rosenblüten geziert.
Repliken: Die Viernheimer Figur ist eine Replik des Motivs von 1913 für Prinz Johann Georg von Sachsen. Mitarbeiter war Johann Sertl. - Eine ähnliche Kopie der Madonna ließ sich 1970 Ehepaar Haas von einem italienischen Bildhauer anfertigen.
Entwürfe: Ein 20 cm hoher Gipsentwurf ist im Familienbesitz erhalten.
Quellen/Literatur: Werkkorrespondenz; - Foto Nachlass: Album III/ 16-19; DMF A12; Lit. siehe bei Mater Amabilis 1913 für Prinz Johann Georg von Sachsen; Informationen von Annette Haas, und Helga-Maria Dory, Viernheim; - 100 Jahre St. aposteln", 1999.