Hl. Petrus Canisius (und Kopie)

Bildbeschreibung
Jahr: 1925 ?
Ort: Augsburg (und Ingolstadt)
Standort / Besitz: Augsburg Dom (und Ingolstadt St. Canisius, Depot)
Verbleib: erhalten
Material: Holz
Maße in cm: H 155
Art: Figur
Werkgruppe: S6d Heilige
Werkgeschichte: 1897 schuf Busch am Canisius-Denkmal im Augsburger Dom eine Canisius-Figur, die kopiert wurde. Eine Kopie steht in Degginen, Canisius-Heim der Pfarrei Hl. Kreuz. Eine weitere polychrom gefasste Kopie sah Karl Busch in der oberen Pfarre U. L. Frau (Münster) in Ingolstadt. Da die Statue im Dom zu Augsburg 1934 grau gestrichen wurde, muss die Kopie vor 1934 entstanden sein. Dank an Dr. Braun, Diözesankonservator im Bistum Eichstätt für Recherchen: "In der Pfarrei Ingolstadt-Ringsee gibt es eine mündliche Überlieferung, die besagt, daß die Skulptur des hl. Petrus Canisius in der Zeit von 1940 bis 1950 aus dem Ingolstädter Canisiuskonvikt für die Ausstattung der 1937 errichteten Kirche übernommen worden ist. Sowohl im Pfarramt St. Canisius in Ringsee als auch im Canisiuskonvikt existieren darüber keine schriftlichen Quellen. Allerdings zeigt eine Ansicht der Kirche aus dem Jahr 1950 die Skulptur, die am rechten Seitenaltar aufgestellt ist." (vgl.Foto in Mack 1987, S.67.) Also war die Figur auch im Canisiuskonvikt gestanden. Als die Kirche St. Canisius eine Umgestaltung erfuhr, bei der Karl Baurs stilistisch andere Skulpturen aufgestellt wurden, kam die Figur aus der Kirche. Die Kopie von Buschs Canisius steht nun im Depot der Pfarrei St. Canisius, Ingolstadt-Ringsee.
Ikonographie / zum Dargestellten: Der hl. Petrus Canisius SJ (1521-1597) aus Nymwegen lehrte u.a. in Ingolstadt Theologie. Er war 1559 - 1566 Domprediger in Augsburg.
Werkbeschreibung: Diese Canisius-Figur in Ingolstadt hat das Aussehen des Originals von Busch 1897. Man sieht jedoch, dass sie nicht von der Hand Buschs gestaltet ist, insbesondere am Kopf und an den Händen.
Quellen/Literatur: Werkkartei; - Treffer, G.: Ingolstädter Kirchen. Ingolstadt o.J., S. 117; - Mack, Ferdinand: 50 Jahre St. Canisius Ingolstadt. Ringsee-Kothau, Kipfenberg 1987, S. 67; - Recherchen von Diözesankonservator Dr. Emanuel Braun, Eichstätt.